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Predigt im Gottesdienst

Evangelischen Predigten liegt in der Regel ein Abschnitt oder Gedanke aus der Bibel zugrunde. Hierfür gibt es die Perikopenordnung, die im Rhythmus von sechs Jahren solche Texte aus der Bibel für jeden Sonn- und Feiertag vorsieht.

Vor allem katholische Theologen betonen aber den Unterschied zwischen Missionspredigt („Basis predigen“https://de.wikipedia.org/wiki/Predigt#cite_note-2) und innerchristlicher Glaubensauslegung und bevorzugen für diese das Wort Homilie (griech. „Zurede“).

Nach dem Verständnis der katholischen Kirche kann bei einer Predigt, im Unterschied zur Homilie, das Thema freier gewählt werden, bis hin zur Ansprache, und sie kann unabhängig von einem Gottesdienst stattfinden. Eine Homilie hat sich immer auf die beiden Lesungen und das Evangelium der jeweiligen Messe zu richten. Laut kirchlichen Vorschriften muss eine Homilie an jedem Sonn- und Feiertag gehalten werden. Für die Wochentage ist sie sehr empfohlen.

Jedoch ist die Predigt bzw. Homilie in der katholischen Kirche, im Gegensatz zur protestantischen, nicht das zentrale Element des Gottesdienstes. Während bei der evangelischen Kirche die Verkündung und Erklärung des Wortes Gottes im Zentrum steht, nimmt die Predigt in der katholischen Kirche eine zwar wichtige, jedoch dem hl. Messopfer untergeordnete Rolle ein.

Im Allgemeinen hat eine Predigt die Form eines Monologes. Es gibt aber auch kreativere Formen, indem zwischendurch Fragen an die Zuhörer gerichtet werden (mit Antwortmöglichkeit), oder indem ein Sketch oder ein Kurzfilm in die Predigt eingebaut wird.

Die Dauer einer Predigt hat sich im Lauf der letzten Jahrzehnte stark verkürzt. Heute dauert eine Predigt in einer katholischen Kirche etwa zehn Minuten, in einer evangelischen Kirche etwa zwanzig Minuten und in einer Freikirche etwa 30 Minuten (das sind grobe Richtwerte, die eher unter- als überschritten werden).

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Predigt

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