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Israelsonntag

Zweiter Open Air Gottesdienst

Hier finden Sie die Predigt des Gottesdienstes

 

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Trinitatis

Pfingstmontag

Pfingsten

Ostersonntag 12.04.2020 - Ostern berührt Dich - Aus der Saalkirche in Ingelheim am Rhein

Link zum ZDF-Gottesdienst aus der Saalkirche Ingelheim mit Präses Dr. Annette Kurschus und Pfarrerin Anne Waßmann-Böhm

Bildmeditation am Karfreitag zu:

Triptychon mit der Kreuzigung Christi von Jan Swart

sammlung.staedelmuseum.deTriptychon mit der Kreuzigung Christi
Triptychon mit der Kreuzigung Christi

Starten Sie hier die Bildmeditation

Erster Audio Gottesdienst aus der Stephanskirche am Sonntag Palmarum - 05.04.2020

Orgelvorspiel

Predigt

Judika 29.03.2020 - Nur Mut - Aus der Saalkirche in Ingelheim am Rhein

Link zum ZDF-Gottesdienst aus der Saalkirche Ingelheim mit Kirchenpräsident Volker Jung

Gottesdienst zuhause am Sonntag Lätare - 22.03.2020

Im Namen des Einen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!

Der Sonntag Laetare hat seinen Namen aus Jesaja 66, 10, was heute auch Predigttext ist:

"Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt."

Der Sonntag Laetare ist damit ein Sonntag des Dazwischen: in der Passionszeit will er in uns schon die Vorfreude auf Ostern wecken, in der Zeit, in der wir des Leidens Jesu gedenken, in unsere Herzen die Hoffnung auf die Auferstehung pflanzen. Ein wichtiger Zuspruch in dieser Zeit!

Eingangslied, EG 398: In dir ist Freude

Der Wochenpsalm: Ps 84, 2-13:

Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!

Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.

Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. SELA.

Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!

Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, / wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen.

Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.

Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! SELA.

Gott, unser Schild, schaue doch; sieh an das Antlitz deines Gesalbten!

Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in den Zelten der Frevler.

Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; / der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.

Herr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!

Ihr könnt den Psalm für Euch still meditieren und gerne für Euch noch ein Gebet sprechen.

Die alttestamentliche Lesung ist Jesaja 54,4a. 5-10:

Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden

Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann – Herr Zebaoth heißt sein Name –, und dein Erlöser ist der Heilige Israels, der aller Welt Gott genannt wird.

Denn der Herr hat dich zu sich gerufen wie eine verlassene und von Herzen betrübte Frau; und die Frau der Jugendzeit, wie könnte sie verstoßen bleiben! spricht dein Gott.

Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln.

Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner Erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser.

Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, dass die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, dass ich nicht mehr über dich zürnen und dich nicht mehr schelten will.

Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.

Das Evangelium steht in Johannes 12, 20-24:

Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest.

Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen.

Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen's Jesus.

Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Das Wochenlied greift genau diese Worte auf, die gleichzeitig auch der Wochenspruch sind:

EG 98: Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt

Predigt zu Jesaja 66, 10-14

„Wie liegt die Stadt so verlassen, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe…“

so beginnen die biblischen Klagelieder, und diese Worte scheinen auszudrücken, was wir im Moment erleben: Tourist*innen und Pilger*innen, Praktikant*innen und Volontär*innen, Freundinnen und Freunde haben die Stadt verlassen. Hotels, Restaurants, Cafés und Geschäfte mussten schließen. Viele der Inhaber fürchten um ihre Existenz.

Und auch die Gotteshäuser blieben nicht verschont: an diesem Sonntag bleiben die Kirchentüren geschlossen, so wie die Synagogen am Freitag und Samstag, der Vorplatz der Westmauer war und ist wie ausgestorben, und auch die Moscheen blieben geschlossen – sogar die Al Aqsa Moschee und der Felsendom- das Freitagsgebet durfte nur noch im Freien und in kleinen Gruppen begangen werden.

„Wie liegt die Stadt so verlassen“- im Hebräischen: boded- dieselbe Wurzel wie das derzeit so häufig gebrauchte Wort bidud Quarantäne. Mindestens 50.000 Menschen sind derzeit in Quarantäne in Israel und in Palästina. Und seit Freitag sind wir alle in einer Art Bidud/ Quarantäne. Wir sollen zuhause bleiben. Wer kann, soll Homeoffice machen, wer dringend notwendige Arbeit hat, die nicht von zuhause aus erledigt werden kann, darf sich noch auf den Weg zur Arbeit machen. Sonst darf man nur nach draußen, um Lebensmittel und Medikamente zu kaufen, oder um zu joggen oder mit einem Kind spazieren zu gehen oder um seinen Hund auszuführen.

Eine Stadt, eine Region, viele Regionen, ja fast die ganze Welt in Bidud, in Abriegelung, in Quarantäne. Menschenleere Straßen.

Hat Gottes Geist diese Stadt, unsere Region, die Welt verlassen? Überlässt Gott uns der Bidud- Verlassenheit?

„Sie ist wie eine Witwe...Sie weint des Nachts, dass ihr die Tränen über die Wangen laufen. Es ist niemand unter all ihren Liebhabern, der sie tröstet.“, so heißt es weiter in den Klageliedern.

Nein, Gott hat uns wohl nicht verlassen, aber vielleicht haben wir Gott verlassen?

Angelehnt an diese Bilder aus den Klageliedern schrieb die New Yorker Rabbinerin Margarete Moers Wenig vor einiger Zeit eine Predigt, die den Titel trägt: God is a woman and she is growing older. Darin beschreibt sie die Sehnsucht der alten Dame Gott nach ihren Kindern, die sie schon lange nicht mehr besuchen kommen. Sie zeichnet uns das Bild vor Augen, wie Gott an ihrem Küchentisch sitzt und in ihrem Buch der Erinnerungen blättert. Sie bewundert unsere Errungenschaften: die Musik, die wir geschrieben haben, die Gärten, die wir gepflanzt haben, die Geschichten, die wir erzählt haben, die Ideen, die wir ersonnen haben. „Sie fliegen jetzt schneller als der Wind“, sagt sie zu sich selbst: „Sie fahren weit über die Meere. Sie besuchen sogar den Mond, den ich an den Himmel gesetzt habe. Aber selten besuchen sie mich.“

„Kommt nach Hause“, will sie zu uns sagen. Kommt nach Hause, aber sie ruft uns nicht an, denn sie hat Angst, dass wir nein sagen werden. Sie kann sich die Unterhaltung schon vorstellen: Wir haben so viel zu tun. Wir würden dich ja gerne sehen, aber wir können einfach nicht kommen. Viel zu viel zu tun.“

Vielleicht ist jetzt, wo alles angehalten ist, wo der alltägliche Betrieb eingestellt ist, und wir selbst in Bidud, allein am Küchentisch sitzen, die Gelegenheit, um Gott einmal wieder besuchen zu kommen.

 

Unser heutiger Predigttext ist einige Jahrzehnte nach dem biblischen Buch der Klagelieder aufgeschrieben. Wurde in den Klageliedern die Zerstörung der Stadt und ihre Verlassenheit nach der Deportation der meisten Bewohnerinnen und Bewohner beklagt, kommt am Ende des Jesaja Buches die Hoffnung auf Rückkehr in die zerstörte und verlassene Stadt in den Blick, die Aussicht auf einen Neuanfang nach all dem erlebten Unheil.

 

Jesaja 66,10-14:

 

Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.

Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust.

Denn so spricht der Herr: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet ihr saugen, auf dem Arm wird man euch tragen und auf den Knien euch liebkosen.

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.

Ihr werdet's sehen und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras.

  

Wieder ist Jerusalem hier im Bild einer Frau dargestellt. Aber aus der verlassenen, trauernden Witwe ist nun eine tröstende, stillende Mutter geworden. Welch ein Blickwechsel!

Den Bildern der Verlassenheit, der Dürre und des Todes wird nun ein Bild des Lebens, der innigsten Verbundenheit und der Fülle entgegengesetzt.

Trost ist hier das zentrale Wort.  Wo alles heil ist, braucht es keinen Trost. Trost braucht es in schwierigen, in unheilen Situationen, damals wie heute, wie gerade jetzt! Im Hebräischen klingt im Wort für Trost gefährdete Lebenskraft an, die durch Trost wieder gestärkt wird. Trost bewirkt Aufatmen bei Atemnot. Bei weinenden Kindern ist die Brust der Mutter oft das letzte Mittel, das noch hilft, wenn sie nicht mehr weiß, wie sie ihr Kind beruhigen soll. An der Mutterbrust wird der Hunger gestillt, aber nicht nur der Hunger nach leiblicher Nahrung, sondern auch der seelische Hunger nach Geborgenheit, nach Zweisamkeit.

Auf das Bild der stillenden Mutter werden wir sicher unterschiedlich reagieren. Mütter, die gestillt haben, oder gerade stillen, können sich sicher gut in dieses Bild der Verbundenheit einfühlen, in dem Lebenskraft von einem zum anderen fließt.

Anderen wird das schwerer fallen, zumal wir uns in diesem Bild der stillenden Mutter ja eher in die Rolle des Säuglings einfinden müssen, denn wir sind ja hier als diejenigen gedacht, die auf die tröstenden Brüste angewiesen sind. Nein, aus der Rolle der Säuglinge an der Mutterbrust sind wir doch lange raus! Wir sind doch die Macher, wir sind doch autonom. Wir haben doch alles im Griff und unter Kontrolle!

Aber vielleicht zeigt uns die gegenwärtige Krise, dass dem nicht so ist. 

Dass wir uns vielleicht zu weit von der Quelle des Lebens, von der Essenz des Lebens entfernt haben, dass es ein Wahn(sinn) ist, zu glauben, dass wir die Welt beherrschen könnten, dass wir sie einfach rücksichtslos, wie es uns gerade passt, ausbeuten könnten, dass wir einfach tun könnten, was wir wollen.

Nein, wir sind nicht autonom, wir sind ein Teil dieser Schöpfung, wir sind in sie eingebunden.

Worum es in dem Bild der Mutter gehen könnte, finde ich in den Worten der Dichterin Eva Zeller ausgedrückt:

 

 

„Meiner Mutter“

 

Nun mein Herz nicht mehr

weiß wie es schlagen soll

kriech ich zurück in den

Schoß der mich trug

nabele mich wieder an da

haben wir ich erinnere mich

zwei Herzen eins horcht

auf das andre zwei

Lungen zum Atmen vier

Hände zum Beten wenn auch

meine noch schwach sind

doppelten Mut und ich

weiß es noch halb

soviel Angst.

 

Ja, wir brauchen Trost in dieser Krisenzeit:

Diejenigen, die um ihr Leben fürchten und die anderen, die keine Angst um sich selbst haben, sich aber in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und zuhause eingesperrt fühlen: allein oder mit ihrer Familie.

Die Ärzt*innen und Pfleger*innen, die schon an den Grenzen ihrer Belastbarkeit sind und die anderen, die fürchten, ihre Familie bald nicht mehr ernähren zu können.

Wir brauchen Trost…

- und vielleicht ist das die Gelegenheit, Gott doch mal wieder besuchen zu gehen. Und weil wir schon groß sind, stellt sie uns vielleicht ein Glas Tee oder auch ein Glas Wein auf den Küchentisch, setzt sich zu uns und hört zu, wenn wir ihr erzählen, was wir ihr schon lange alles sagen wollten, wie es uns wirklich geht, und was uns wirklich wichtig ist in unserem Leben.

Und wir spinnen Pläne für die Zeit während und nach der Bidud:

wie keiner allein bleibt, schon während der Quarantäne,

weil wir gut vernetzt sind,

wie wir uns gegenseitig unterstützen - auch wenn wir uns gerade nicht physisch begegnen können,

weil wir merken, wie wichtig unsere Beziehungen sind,

die Sorge füreinander, die Rücksichtnahme aufeinander.

Und wir stellen auf den Prüfstand, und befragen uns selbst, was wir in unserem Leben wirklich brauchen und dabei entdecken wir vieles, was wir auch leicht entbehren können, weil es überflüssiger Ballast ist, weil es uns den Zugang zur Quelle des Lebens verstellt.

Wir träumen uns eine Welt nach der Bidud/Quarantäne: eine Welt der Freundschaft und Verbundenheit mit Gott und mit den Menschen. Wenn nicht mehr Profit und Gewinnsteigerung an erster Stelle stehen, und nicht mehr der Reichtum weniger der Armut vieler gegenüber steht, sondern wenn wir gelernt haben, dass es darum geht, füreinander einzutreten, dass unser kostbares  Wissen und Forschen dafür eingesetzt werden, dass alle am Ende  genug haben werden und satt werden von den reichen Gütern dieser Erde.

„Denn so spricht Gott: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach“

Vermögen wir uns Jerusalem, die Stadt Gottes, und alle Städte und Dörfer der Erde so vorzustellen?

Besuchen wir Gott an ihrem Küchentisch…

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen

 

 

Zur Ergänzung ein Fund bei Facebook:

 

„Es könnte sein, dass sich Menschen in ihren Häusern und Wohnungen eingesperrt fühlen… es kann aber auch sein, dass sie endlich wieder miteinander singen, sich gegenseitig helfen und seit langem wieder ein Gemeinschaftsgefühl erleben.

Menschen singen miteinander! Das berührt mich zutiefst.

 

Es könnte sein, dass die Einschränkungen des Flugverkehrs für viele eine Freiheitsberaubung bedeutet und berufliche Einschränkungen mit sich bringt… es kann aber auch sein, dass die Erde aufatmet, der Himmel an Farbenkraft gewinnt und Kinder in China zum ersten Mal in ihrem Leben den blauen Himmel erblicken.

 

Es könnte sein, dass die Schließung von Kindergärten und Schulen für viele Eltern eine immense Herausforderung bedeutet… es kann aber auch sein, dass viele Kinder seit langem die Chance bekommen, endlich selbst kreativ zu werden, selbstbestimmter zu handeln und langsamer zu machen. Und auch Eltern ihre Kinder auf einer neuen Ebene kennenlernen dürfen.

 

Es könnte sein, dass in Italiens Häfen die Schiffe für die nächste Zeit brach liegen… es kann aber auch sein, dass sich Delfine und andere Meereslebewesen endlich ihren natürlichen Lebensraum zurückholen dürfen. Delfine werden in Italiens Häfen gesichtet, die Fische schwimmen wieder in Italiens Kanälen.

 

Es könnte sein, dass unsere Wirtschaft einen ungeheuren Schaden erleidet… es kann aber auch sein, dass wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben, und dass ständiges Wachstum eine absurde Idee der Konsumgesellschaft ist. Wir sind zu Marionetten der Wirtschaft geworden. Es wurde Zeit zu spüren, wie wenig wir eigentlich tatsächlich brauchen.

 

Es könnte sein, dass dich das auf irgendeine Art und Weise überfordert…

es kann aber auch sein, dass du spürst, dass in dieser Krise die Chance für einen längst überfälligen Wandel liegt,

- der die Erde aufatmen lässt

- die Kinder mit längst vergessenen Werten in Kontakt bringt

- unsere Gesellschaft enorm entschleunigt

- die Geburtsstunde für eine neue Form des Miteinanders sein kann

- die Müllberge zumindest einmal für die nächsten Wochen reduziert

- und uns zeigt, wie schnell die Erde bereit ist, ihre Regeneration einzuläuten, wenn wir Menschen Rücksicht auf sie nehmen und sie wieder atmen lassen.

 

Wir werden wachgerüttelt, weil wir nicht bereit waren, es selbst zu tun. Denn es geht um unsere Zukunft. Es geht um die Zukunft unserer Kinder.

 

 

Lied nach der Predigt: EG 282, 1-4.6 Wie lieblich schön, Herr Zebaoth

nkbaemZfamk

 

In unserer Fürbitte bringen wir vor Gott:

- die Gestorbenen und Sterbenden, dass Gott sie gnädig annehmen möge

- alle Trauernden, dass Gott sie trösten möge

- die Kranken, dass sie geheilt werden mögen

- alle Ärzt*innen und Pfleger*innen, dass Gott ihnen Kraft gebe

- Forscher*innen, dass ihnen die Entwicklung von Heilmitteln gelingen    möge

- die Einsamen, dass sie getröstet werden

- die Familien auf engem Raum, dass sie ein weites Herz füreinander haben

- alle, die Angst vor dem Verlust ihres Einkommens haben, dass Gott ihnen Hilfe schicke

- die Politiker*innen, dass sie weise Entscheidungen treffen

- unsere Schöpfung, dass wir einen guten Umgang mit ihr lernen

- unsere Welt, dass wir Gerechtigkeit und Frieden lernen

- uns und unsere Lieben, dass wir gesund bleiben

 

Vaterunser...

Schlusslied: Denn er hat seinen Engeln befohlen

Und so segne und behüte Euch Gott, der/die Lebendige und Ewige!

 

Pfarrerin Gabriele Zander, Sonntag, den 22. März 2020

Touristenpfarrerin in der Auguste Viktoria auf dem Ölberg in Jerusalem

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