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Verabschiedung Burkhard Merg

MergMerg
Merg

Nach mehr als 22 Jahren aktiver Mitarbeit im Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Bickenbach verabschieden wir Burkhard Merg zum 30.06.2022 schweren Herzens aus unserem Gremium.

In dieser Zeit war er vom 29.08.2007 bis zum 30.09.2012 Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Das war auch die Zeit, in der unser Pfarrer Klaus-Willi Schmidt die Pfarrstelle wechselte.

Nach dem Weggang von Pfarrer Schmidt zum 30.10.2010 war die Pfarrstelle bis zum 31.05.2011 vakant. Die Kasualien und Gottesdienste wurden durch Pfarrer Schließer, Seeheim, versorgt. Der überwiegende Teil der Gemeindeleitung aber lag in Zusammenarbeit mit der Gemeindesekretärin Elke Bechert in den Händen von Burkhard Merg. Zum 01.06.2011 begann dann unsere Pfarrerin Andrea Thiemann ihren Dienst in unserer Kirchengemeinde. Für Sie war es bei Antritt ihrer ersten Pfarrstelle in Bickenbach ein sehr beruhigendes Gefühl, einen erfahrenen und selbstständig agierenden Kirchenvorstandsvorsitzenden an ihrer Seite zu haben. Durch die Zeit der Vakanz war die zusätzliche Arbeitsbelastung bei voller Berufstätigkeit enorm angestiegen.

Darüber hinaus seien einige besondere Schwerpunkte seines Wirkens und Mitwirkens hier erwähnt:

  • Gemeindeentwicklungsprozess in Zusammenarbeit mit dem CVJM
  • Initiierung und Mitarbeit in der Hauskreisarbeit, dem Förderkreis und dem Regionalrat mit Seeheim-Malchen und Hähnlein
  • Neugestaltung des Kirchvorplatzes
  • Dach- und Innenraumsanierung der Stephanskirche (2006-2007)
  • Pfarrhaus- und Gemeindesaal-Sanierung 2011

Neben der Fülle administrativer Aufgaben lag ihm immer der geistliche Auftrag unserer Kirchengemeinde am Herzen. Unser Dank gilt seinem großen Engagement und seiner Liebe für unsere Kirchengemeinde, mitgetragen durch seine Familie.

Im Namen der ganzen Kirchengemeinde danken wir ihm ganz herzlich für seine umsichtige und engagierte Vorstands- und Vorsitzendenarbeit. Wir bleiben mit ihm in unserer Kirchengemeinde verbunden und werden ihn sicherlich in den Gottesdiensten, dem Männerkochkreis und zukünftigen Aktivitäten unserer Gemeinde wiedersehen.

Andreas Fetzer, Kirchenvorstand Vorsitzender 

Verabschiedung Pfarrerin Thiemann

ThiemannThiemann
Thiemann

„Haltet mich nicht auf, denn der HERR hat Gnade zu meiner Reise gegeben.“ Das ist die Antwort auf die Bitte der Brautfamilie, das Mädchen noch einige Zeit da zu lassen, als der Gesandte Abrahams eine Braut für seinen Sohn Isaak bei dessen Familie abholen sollte. (1. Mose 24)

Ja, wir hätten „das Mädchen“ gerne noch etwas dabehalten, ist sie uns doch ans Herz gewachsen. Aber nach 11 ½ Jahren ist für sie die Zeit gekommen, Bickenbach auf Wiedersehen zu sagen. Ab 1. Januar 2023 tritt unsere bisherige Pfarrerin Andrea Thiemann eine neue Pfarrstelle als Referentin für Jugendhilfe und Kinderschutz bei der Diakonie Hessen in Frankfurt an. Bis Weihnachten ist sie noch da, so dass wir vielfältig Gelegenheit haben werden, uns persönlich zu verabschieden. Gerne denken wir an ihr Wirken in unseren Gottesdiensten in der Kirche, in den Seniorenheimen und zu besonderen Anlässen auch an anderen Orten (z.B. Erlensee, im Schuldorf oder auf der Berta-Benz-Straße). Besonders bei Beerdigungen und der Begleitung der Trauernden zeigte sie Einfühlungsvermögen und war bei der Gestaltung von Taufen und Tauferinnerungen ganz nah an den Menschen.

In der KonfirmandInnenarbeit und in der Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Teams unserer Gemeinde zeigte sie Kreativität und hatte stets ein offenes Ohr. Viele von uns haben ganz persönliche Geschichten von Begegnungen mit ihr zu erzählen. Und Andrea Thiemann hat bei uns, in unserem Dekanat und der gesamten Landeskirche mit ihrem Engagement für den christlich-jüdischen Dialog Akzente gesetzt, die bleiben werden. Sie schaffte neues Verständnis für die Wurzeln unseres christlichen Glaubens im Judentum. Ganz besonders wird den Mitreisenden dazu die gemeinsame Studienfahrt nach Israel in Erinnerung bleiben.

Nein, sie hat nicht alles selber gemacht, Gott sei Dank, sondern sich auf Bewährtes verlassen, Neues initiiert und begleitet, um so viele Menschen zur Mitarbeit einzuladen und zu befähigen. In diesen begleiteten Freiräumen entwickelte sich z.B. eine einzigartige TeamerInnenarbeit für den KonfirmandInnenunterricht.

Und ja, sie war eine Frau, die für klare Verhältnisse sorgte und dafür eintrat. Manches war für sie mühevoll, doch wir sind ihr sehr dankbar für ihr Durchhaltevermögen. Sowohl in der Kirchengemeinde als auch im öffentlichen Diskurs positionierte sie sich eindeutig und vertrat ihre Meinung, die sie stets gut begründen konnte. Dabei blieb Sie konsensfähig, der Kirchenvorstand konnte sich auf sie verlassen, gefundene Entscheidungen wurden immer gemeinsam verantwortet.

Selbst wenn wir uns bemühen, dass das Gemeindeleben fast wie gewohnt weitergehen kann, so wissen wir auch, dass wir Andrea Thiemann vermissen werden. Wir bedanken uns bei ihr und ihrer Familie für ihr Engagement in Bickenbach und wünschen ihnen alles Gute und ihr einen guten Start in der neuen beruflichen Aufgabe. Nun lassen wir „das Mädchen“ ziehen, denn der HERR hat Gnade zu ihrer Reise gegeben.

Andreas Fetzer, Kirchenvorstand Vorsitzender

4. Lila Sandhasen Gottesdienst - ein völlig anderer Rückblick

Pfarrer Manfred Hauch

Liebe Leser, liebe Leserinnen, ich darf mich vorstellen: Mein Name ist Manfred Hauch, ich bin Pfarrer im Dekanat Bergstraße und habe eine Vakanzvertretungsstelle inne. Das heißt, von Dekan Arno Kreh werde ich in Gemeinden entsandt, deren Pfarrstelle nicht besetzt ist - wie Ihre in Bickenbach, weil Ihre Pfarrerin Andrea Thiemann zum 1. Januar 2023 eine neue Stelle antreten wird. Normalerweise bin ich bis zur Wiederbesetzung der Stelle in der Gemeinde. Leider ist das in Ihrem Fall nicht möglich, da ich selbst schon Mitte Februar in den Ruhestand gehen werde. Bis dahin werde ich Gottesdienste und Kasualien übernehmen, auch in Lautertal, wo ich die dortigen KollegInnen in einer entsprechenden Situation unterstütze.

Wenn es auch nur eine sehr kurze Zeit bei Ihnen ist, freue ich mich auf viele Begegnungen mit Ihnen.

Ihr Pfarrer Manfred Hauch

KU9-Kanufahrt

Um pünktlich 08:00 Uhr trafen wir uns vor dem Jagdschloss in Bickenbach und machten uns auf den Weg nach Weilburg. Dort angekommen haben wir uns in 3 Gruppen mit jeweils ca. 10 Personen aufgeteilt, uns wurden Schwimmwesten gegeben und jede Gruppe hat ein Kanu bekommen. Wir wurden kurz eingeführt und durften dann auch schon loslegen.

Es wurde ein Kanu nach dem anderen ins Wasser befördert und dann setzte sich eine Gruppe hinein. Als wir alle auf dem Wasser waren, steuerten wir auf unsere erste Schleuse zu. Insgesamt mussten wir durch 3 Schleusen. Die ersten beiden Tore zur Schleuse wurden geöffnet, sodass wir in eine Kammer fahren konnten. Die Tore wurden hinter uns geschlossen und das zweite paar Tore geöffnet. Als die Tore geschlossen wurden, hatte unsere Fahrt begonnen.

Die Sonne hat den ganzen Tag geschienen und es ging ein sehr angenehmer Wind. Wir waren nicht die Einzigen, die sich an diesem schönen Tag dazu entschlossen hatten, Kanufahren zu gehen. Auf unserer Fahrt begegneten wir einigen Gruppen und sogar einem Party-Piraten-Schiff.

Wir sind die ganze Zeit durch wunderschöne Natur gefahren und sahen viele verschiedene Baum- und Buscharten, Vögel sowie Fische und Frösche; von einem Graureiher bis zu

einem großen Schwarm Vögel war alles dabei. Eine Mittagspause haben wir gegen 13:00 Uhr in Aumenau eingelegt. Wir haben die Kanus aus dem Wasser gezogen und uns auf einer Wiese niedergelassen. Das Weiterfahren nach dem Mittagessen fiel uns etwas schwer, da der Fluss auf einmal wilder wurde. Doch auch das haben wir erfolgreich gemeistert. Um 16:00 Uhr sind wir dann an unserem Ziel in Villmar angekommen. An diesem Tag haben wir 23 Kilometer zurückgelegt.

Paula Grüninger

Spendenaufruf Ukraine-Hilfe

Liebe Spenderin, lieber Spender,
dank Ihrer finanziellen Unterstützung konnten seit Februar 2022 Hilfsgüter, medizinisches Gerät, Medikamente und Gelder zum Aufbau eines Trauma Zentrums in Höhe von über 30.000 € in die Kinderklinik in Lviv/Lemberg transferiert werden bzw. stehen zum Teil dafür noch bereit. Wir setzen unsere Hilfsaktion auch im kommenden Jahr fort, weil Unterstützung dringend benötigt wird. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Spenden!                                        Stefan Lerch und Andrea Thiemann

Heute erreichte uns der bewegende Brief von Robert Soultanian. Er ist der Enkel von Pfarrer Dr. Hild, der nach dem Zweiten Weltkrieg viele Jahre Pfarrer hier in Bickenbach war. Die Frau von Herrn Soultanian, Nataliya, ist Ukrainerin. Ihr Bruder, Andrij Kostiuk, ist Chirurg in der Kinderklinik, die wir mit unserer Aktion unterstützen. Er weiß genau, was vor Ort gebraucht wird. 

 

Robert Soultanian schrieb am Totensonntag, dem 20. November 2022:

„Nach all den Wochen, ja Monaten Ihres großen Engagements für unser Ukraineprojekt möchte ich mich nochmal persönlich bei Ihnen bedanken!

Heute ist der Jahrestag des Holodomor, des Gedenkens des Völkermordes an den Ukrainern durch Stalins Hungerpolitik. Nataliya ist seit gestern in der Ukraine, Familie, Freunde und vor allem unsere alte Mama dort besuchen, es war höchste Zeit. Ich selbst wäre sehr gerne mitgefahren, aber sie verbot es mir, ihr Argument, sollte ihr eine Rakete auf den Kopf fallen, haben die Kinder wenigstens noch einen von uns übrig, war auf makabre Weise überzeugend. Wer hätte gedacht, dass unsere Entscheidungen jemals von solchen Kriterien beeinflusst werden müssten!

Aber es ist auch gut, hier zu bleiben, es gibt zu viele erschütternde Momente dort, von denen der beständige Luftalarm noch der geringste ist. Wenn man eine der alten Kirchen und Kathedralen Lviv's betritt und die hohen Seitenwände sieht, von oben bis unten behängt mit den Fotos der Gefallenen - Väter, Söhne, Brüder, Töchter, Schwestern, Mütter - wer als gestandener Mann das Heulen gründlich verlernt hat, der lernt es hier ganz schnell erneut: das Elend menschlicher Existenz, Leid und Kummer der Menschheit bricht herein, man kann es dann im eignen Leib kaum mehr aushalten.

Aber eigentlich ist das nicht neu. Die Kirchenwände und die Friedhöfe füllten sich mit neuen Bildern und Gräbern sehr junger Menschen seit 2014; ein einziger Besuch auf dem wunderbaren Friedhof in Lemberg, mit seiner viel hundertjährigen, sehr blutigen Geschichte von Ukrainern, Polen, Juden, Deutschen… hätte genügt, um Europa sehen zu lassen, dass es sich erneut in einem Krieg befindet.

Alte Ukrainer, wie mein Schwiegervater, waren sich 2008 schon sicher, "wir sind die Nächsten".
2014 und 2015 war dann klar, was passieren würde. Verwundert hat die Alten nur, dass es so lange gedauert hat.

Unser engerer Familienkreis hat noch keine Opfer zu beklagen, der weitere Freundes- und Bekanntenkreis sehr wohl. Das erste Opfer war ein junger Geschichtsprofessor aus Lviv, ein Lehrer und Bekannter meiner Frau. Er wurde im November 2014 hinterrücks erschossen, als er den Maidan in Kiew überqueren wollte. Und jetzt natürlich Söhne, Ehemänner von entfernteren Bekannten, von Freunden aus der ukrainischen Samstagsschule, von Freunden in Saporischschja: die alte Lehrerin dort schreibt uns, dass bereits die Hälfte ihrer ehemaligen Schüler nicht mehr lebten; es ist herzzerreißend.

Und dann auch die Geschichten, die jeder Krieg hervorbringt, wie eines Tages bei einer Freundin, nach Monaten ohne jede Nachricht von der Front, der Sohn zerlumpt, aber unversehrt und fröhlich vor der Tür steht! Nur um einige Tage später, nach viel Süppchen, heißen Bädern, Wodka und viel zärtlichem Getätschel wieder los zu müssen! Bis jetzt hat er überlebt. Auch die Schutzengel machen im Donbass Überstunden, wie es scheint.

Am Ende ist es also gut, hier zu sein und Medizinpakete für meinen Schwager, den tapferen Kinderchirurgen in Lviv zu packen, ich wäre dort sonst wohl aus dem Heulen nicht mehr rausgekommen.

Herzlichen Dank nochmals für Ihr großes Engagement, und herzliche Grüße,

Robert Soultanian

 

Sie können auch weiterhin spenden an:                                                                                          Bickenbach ohne Grenzen e.V. Sparkasse Darmstadt                                                                  IBAN: DE 32 5085 0150 0125 0529 40                                                                    Verwendungszweck: Ukraine-Hilfe 2022 

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