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Unsere Glocken

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»Horch — von fern ein leiser Glockenton" könnte es in einem Frühlingslied geheißen haben. Ob wir unsere Glocken leise oder laut wahrnehmen, hängt von unserem Standpunkt ab — und woher der Wind weht. Aber was wissen wir überhaupt von unseren Glocken?

Schon 1555 sind 2 Glocken erwähnt, sie müssen einen wunderbaren Klang gehabt haben. Bei einem Brand 1622 sind sie zerborsten, aus ihren Resten und Mitteln des Landgrafen wurde unsere zweitgrößte Glocke gegossen. Diese Glocke hängt noch heute im Turm, leider ist nach einem Sprung eine Ecke herausgebrochen, das hat den Klang verändert. Eine zweite, größere Glocke stifteten 1631 der damalige Schultheiß Johannes (Hans) Quick und seine Frau. Sie hat alle bisherigen Kriege überstanden. Erst 1885 bekam Bickenbach eine dritte Glocke, von Joh. Philipp Ahl gestiftet. Im 1. Weltkrieg musste diese Glocke abgegeben werden. 1937 gab es wieder eine 3. Glocke, gestiftet von der Witwe Katharina Rau geb. Leichtweiß (ihr Grabstein ist noch auf dem Friedhof zu sehen). Sie kostete 821 Mark.

Im 2. Weltkrieg musste wieder die kleine Glocke abgeliefert werden, diesmal aber zusätzlich auch die größte — die Quick-Glocke. Vielleicht können sich die Älteren unter uns noch daran erinnern. Die große kehrte 1947 unversehrt zurück. Erst 1953 war das Geld für eine neue 3. Glocke zusammengekommen, eine Haussammlung, von Frau Pfarrer Hild veranstaltet, erbrachte 1575 DM, ehemalige Bürger der Gemeinde, jetzt in Amerika lebend, beteiligten sich daran, insgesamt waren 2700 DM nötig. Damit hatte Bickenbach wieder ein 3-stimmiges Geläut.

Nun zu der oft gestellten Frage: Warum läuten die Glocken zu bestimmten Zeiten? Anfangs ertönten die Glocken früh um 4 Uhr, mittags um 11 Uhr und abends um 20 Uhr, sie gaben also sicher für die bäuerlich geprägte Gemeinde Beginn, Pausen und Ende des Arbeitstags vor, Uhren gab es ja noch nicht. Um 1594 wurde das Läuten um 12 Uhr angeordnet als Aufforderung zum Gebet gegen die drohende Türkengefahr. Und schließlich wurde 1631 im 30-jährigen Krieg das Läuten um 10 Uhr vormittags und um 17 Uhr nachmittags eingeführt als Aufforderung zum Gebet für den Frieden. Diese Läutezeiten — 10 Uhr, 11 Uhr und 17 Uhr, sind bis heute erhalten geblieben. Vielleicht sollten wir uns zumindest um 10 Uhr und 17 Uhr an den ursprünglichen Anlass — das Gebet für den Frieden — erinnern lassen. Am Samstag wird dann um 18 Uhr der Sonntag eingeläutet. Und natürlich hören wir die Glocken auch zu den Gottes-diensten, bei Trauungen und Sterbefällen.

Interessant ist auch: Wie schwer ist so eine Glocke? Von der großen Glocke wissen wir, dass sie 1353 Pfund wog und beim Umguss nach einem Sprung 99 Pfund verloren hatte. Und wer hatte für das Läuten (natürlich per Hand, erst 1961 wurde eine elektrische Läuteanlage angeschafft) zu sorgen? Es gab schon immer einen „Glöckner'; seine Vergütung bestand im eigenen Ackerland, in Naturalien, bei besonderen Anlässen gab es auch Geld, und er hatte Freiheit von verschiedenen Zahlungen an die Gemeinde. Später waren auch Gemeindeglieder am Läuten beteiligt. Während meiner Küsterzeit habe ich oft beim Läuten von älteren Einwohnern gehört: „Das hab' ich früher auch gemacht". Ich nehme an, dass das Läuten vor dem Gottesdienst über viele Jahre von den Konfirmanden übernommen wurde, die wohl auch ihren Spaß an dem Schwingen am Glockenseil gehabt hatten.

Gisela Felber

Eine zusätzliche Ergänzung ist das Corona-Läuten täglich um 19:30 Uhr. Hier haben wir geplant, es wieder nach Beendigung der Pandemie einzustellen.

Anmerkung der Redaktion

Letzte Hilfe Kurs

– das kleine 1x1 des Sterbens

Ist es möglich, sich in vier Stunden einen Überblick zu doch so bedeutsamen Themen wie „Der Tod gehört zum Leben, Vorsorgen und Entscheiden, Leiden lindern und Abschied nehmen“ zu verschaffen? Vertraut man den Rückmeldungen der Kursteilnehmenden von Letzte Hilfe Kursen, so kann man diese Frage guten Gewissens mit „Ja“ beantworten. So auch die mehrheitliche Rückmeldung der 11 Teilnehmerinnen des Letzte Hilfe Kurses in Bickenbach, der am 14. Oktober 2021 stattfand. Ausgerichtet von der evangelischen Kirchengemeinde Bickenbach in Kooperation mit dem Verein „Raum für Frauen“ stellten die Kursleiterinnen Sigrid Herbrich, Hospizbegleiterin und Birgit Schneider, Koordinatorin des Hospizvereins Pfungstadt und nördliche Bergstraße e.V. das Konzept der Letzte Hilfe Kurse vor und luden direkt zu Beginn des vierstündigen Workshops die Teilnehmenden ein, sich aktiv mit ihren eigenen Erfahrungen und Fragen einzubringen. Im Fokus der Letzte Hilfe Kurse liegt die Zeit am Lebensende, wenn ein Mensch im Sterben liegt. Wenngleich es unumstößlich ist, dass Sterben zum Leben gehört, so schieben wir Menschen den Gedanken daran nur zu gerne weg, zu sehr schmerzt uns vielleicht die Vorstellung, einen geliebten Menschen zu verlieren oder selbst zu sterben. Hier setzen Letzte Hilfe Kurse an. Sie wollen dem Tod den Schrecken nehmen, indem man über das Sterben spricht. Und genau das haben die beiden Kursleiterinnen getan. In einer offenen und sehr lebendigen Art und Weise erläuterten sie, was man unter Palliativversorgung versteht und welche Akteure hierzu gehören. Sie erklärten Sterben als einen natürlichen Prozess, der zumeist kein plötzliches Ereignis ist, sondern nach und nach den ganzen Menschen erfasst. Auf die Fragen der Teilnehmerinnen, woran man erkenne, dass ein Mensch im Sterben liegt, beschrieben sie eindrucksvoll, welche Symptome auftreten können und wie sich das Verhalten des betroffenen Menschen verändern kann. Dabei ging ihr Weg immer von der grundlegenden Information zu anschaulichen Beispielen. Anhand der mitgebrachten Utensilien zeigten sie, wie man beispielsweise mit Hilfe eines Sprühfläschchens oder eines Wattestäbchens dem Sterbenden Durst lindern kann, wenn Schlucken nicht mehr möglich ist.

Dem Thema Essen und Trinken widmeten die Kursleiterinnen aus gutem Grund ein besonderes Augenmerk, wohlwissend, dass es für Angehörige zumeist schwer auszuhalten ist, wenn der sterbende Mensch zunehmend weniger isst und trinkt. Sie erklärten, dass es normal sei, wenn das Interesse an der Nahrungsaufnahme nachließe, insbesondere in den letzten Lebenstagen. Immer wieder wurde deutlich, dass das Umsorgen eines Sterbenden vor allem „da sein, bleiben und aushalten“ bedeutet. Das letzte Thema des Kurstages betraf das Abschiednehmen. Rituale wurden vorgestellt und Unterstützungsangebote wie Trauergespräche und -gruppen vorgestellt. Der Nachmittag verging wie im Flug und am Ende der Veranstaltung zogen alle Beteiligten eine positive Resonanz. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Frau Blum und Frau Krämer (Raum für Frauen), die für die Dekoration des Raumes und das leibliche Wohl in der Pause sorgten.

Birgit Schneider, Koordinatorin  

Konfis im Kletterwald

Am Samstag, dem 18.09.2021, waren wir im Kletterwald Darmstadt. Glücklicherweise hatten wir sehr schönes Wetter, weswegen es gleich noch mehr Spaß gemacht hat. Zu Beginn haben wir lustige Teamspiele gespielt, wie zum Beispiel „Das Moormonster“, hierbei haben zwei Teams gegeneinander gespielt. Das Ziel war es, alle Spieler mithilfe von Holzplatten, welche immer berührt werden mussten, auf die Seite des anderen Teams zu bringen. Hierbei hat das Team der Mädchen gewonnen. Danach duften wir frei im Kletterwald klettern gehen. Es gab verschiedene Höhen- und Schwierigkeitsgrade (rot & blau und grau & schwarz). Zwischendurch haben wir uns mal zum Fotos machen und Essen getroffen. Es hat uns allen wirklich sehr viel Spaß gemacht, unsere Gemeinschaft gestärkt und wir freuen uns alle auf unsere weitere gemeinsame Konfirmanden-Zeit.

Sarah Hofbauer 

WGTWGT 2022
WGT 2022

England, Wales und Nordirland - bei allen Gemeinsamkeiten hat jedes der drei Länder des Vereinigten Königreichs seinen ganz eigenen Charakter. Auch wenn viele der Meinung sind, dass das Wetter Gesprächsthema Nummer eins ist und Briten und Britinnen eher selten über Probleme sprechen, reden sie zunehmend über die Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie und den Brexit. Frauen in diesen Ländern beschäftigen sich aber auch mit Themen wie Multikulturalität, Armut und Gewalt gegen Frauen. Als Christ*innen vertrauen sie auf Gott und der Bibeltext Jeremia 29,14 des Weltgebetstags 2022 ist da ganz klar: „Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden…“.

Diesen Bibeltext haben die Frauen für uns in die Liturgie des Weltgebetstagsgottesdienstes am Freitag, den 4. März 2022 einfließen lassen. Unter dem Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“ laden wir sie ein, den Spuren der Hoffnung nachzugehen.

Menschen in über 150 Ländern der Erde feiern den Weltgebetstag der Frauen aus England, Wales und Nordirland am 4. März 2022 mit. Auch wir in Bickenbach wollen uns mit den Frauen solidarisch zeigen und den Gottesdienst mitfeiern. Hierzu möchten wir Sie heute schon einladen.

Frauen aller Konfessionen, die Interesse haben bei der Umsetzung und Vorbereitung des Gottesdienstes in Bickenbach mitzuwirken, melden sich bitte bis 05. Januar im Ev. Gemeindebüro Tel: 06257/ 2220 oder bei Elke Bechert Tel: 06257/ 1460.

Das 1. Vorbereitungstreffen ist geplant am Dienstag, 11. Januar 2022, um 20:00 Uhr in der Ev. Stephanskirche mit einer kurzen allgemeinen Länderinformation und Vorstellung der Gruppenarbeit.

Glocken rufen ökumenisch zum Gebet

RoBeGlocken
Die Bickenbacher Glocken

Normalerweise rufen die Glocken Gläubige zum Gottesdienst, jetzt rufen sie in der Coronakrise jeden Tag zum gemeinsamen Gebet. Das Bistum Limburg, das Bistum Mainz und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau empfehlen ein gemeinsames Geläut für maximal fünf Minuten, täglich um 19.30 Uhr. Ziel ist es, in der Kontaktsperre ein hörbares Zeichen der christlichen Gemeinschaft, des gegenseitigen Trosts und der Ermutigung in der Öffentlichkeit zu setzen.

Alle sind eingeladen, in dieser Zeit auch eine Kerze ins Fenster zu stellen. Für das Abendgebet gibt es verschiedene Vorschläge, die für ein Gebet genutzt werden können. Gläubige können beispielsweise ein Vater Unser beten, die vorgeschlagenen Gebete zur Corona-Krise sprechen, die Vorschläge zu Gebetszeiten der Kirchen nutzen oder aber auch ganz einfach für Menschen bitten, die ihnen lieb sind, die krank sind oder die in dieser schwierigen Zeit in Krankenhäusern arbeiten. Dazu sind kurze Texte für zuhause bei den Gemeinden und online erhältlich.

Inzwischen haben sich seit Beginn der Coronakrise in den Gebieten der beteiligten Kirchen – wie bundesweit auch - ganz unterschiedliche Läute-Traditionen zu unterschiedlichsten Zeiten herausgebildet. Wenn sie sich vor Ort - am Besten in regionaler und ökumenischer Verbundenheit – bereits bewährt haben, können sie gerne beibehalten werden.

Quelle: ekhn.de

Hier finden Sie Informationen zum Kirchenjahr, sowie zu Fest- und Gedenktagen

Fest- und Gedenktage

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